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Aktualisiert: vor 5 Tagen

Warum die digitale Transformation vieler Unternehmen letztendlich an den fehlenden Fachkräften scheitert.


Bild: Tima Miroshnichenko


Die meisten Unternehmen, die nicht erst in den letzten 15 Jahren gegründet worden sind, setzen jetzt auf digitale Transformation. Das heisst vor allem auch eins, viele neue gute Digitalkräfte für das Unternehmen gewinnen. Doch wenn die Personalnachfrage exponentiell steigt, wird das Angebot guter Fachleute knapp. Im Bereich IT dauert es inzwischen durchschnittlich 159 Tage, bis eine offene Stelle wiederbesetzt wird. Vor allem für kleinere Unternehmen wird es immer schwerer, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.


Der Kampf um die Talente ist in der Wirtschaft längst Realität. Das Rennen macht, wer mit einer attraktiven Unternehmensmarke, mit spannenden Aufgaben und erstklassigen Rahmenbedingungen wie Standort, Work-Life-Balance, Kinderbetreuung, Weiterbildung, Sicherheit und finanziellen Leistungen überzeugen kann. Gerade im Grossraum Zürich buhlen zahlreiche international erfolgreiche Technologiekonzerne wie Google, Meta oder IBM um die grössten Talente. Dabei profitieren sie auch von der bewusst gesuchten Nähe zu führenden Universitäten wie zur ETH Zürich.


Platzhirsch ist das Unternehmen Google, welches in Zürich inzwischen rund 5'000 Mitarbeitenden einen attraktiven Arbeitsplatz mit bester Schweizer Lebensqualität bieten kann, Gratisverpflegung aus der Gault-Millau-Küche inklusive. Zürich ist nach dem Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien auch bereits der zweitgrösste Google-Standort weltweit. Und Google Zürich bezahlt besonders gut. Gemäss Recherchen der «Handelszeitung» verdienen gute «User Interaction Designer» über CHF 150'000.-, Software-Ingenieure bis CHF 300'000.- und oben aus die sogenannten «Senior Staff Software Engineers» gar bis unglaubliche CHF 800'000.- im Jahr. Wenn die grossen internationalen Technologieunternehmen die besten Digitalkräfte vom Markt abwerben, bleiben den übrigen Unternehmen nur noch die Zweit- und Drittklass-Fachkräfte übrig. Und dies wiederum zeigt sich in der Qualität der Digitalisierung mit entsprechenden Wettbewerbsnachteilen. Der Fachkräftemangel wird damit letztendlich auch zum Stolperstein der Digitalisierung.


Licht am Horizont verspricht eine neue Generation von top ausgebildeten Digitalkräften, die sich bewusst gegen die Tätigkeit für einen Grosskonzern wie Google oder Facebook entscheiden. Weil sie beispielsweise nach mehr Sinnhaftigkeit, kleineren agileren Unternehmen mit weniger Hierarchie oder nach anderen Kriterien eine Anstellung suchen. Für Unternehmen, die nicht mit Starköchen und grossen Salären auftrumpfen können, bedeutet dies, für die Bewerbung von Fachkräften bewusst andere Werte und Vorzüge ins Feld zu führen. Dies erfordert jedoch eine aktive Auseinandersetzung mit dieser Herausforderung, ein bewusstes «Employer Branding» weit weg von Stellenanzeigen mit hundert Anforderungspunkten und wenigen guten Argumenten für die Unternehmung selbst. Show your best side ist deshalb das Motto auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft.


Lesen Sie dazu auch folgende Pressebeiträge:


- TagesAnzeiger: Google-Praktikant verdient CHF 9000.- im Monat


- NZZ: Kein Fachkräftemangel beim Bund


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Text: David Elsasser

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Publikation nur mit Genehmigung und Nennung des Autors und der Unternehmung ReMindset. Sämtliche Aussagen in diesem Beitrag basieren auf der persönlichen Meinung und

Einschätzung des Autors und sind nicht an die Interessen früherer und bestehender Geschäfts- und Arbeitsbeziehungen oder an politische Interessen gekoppelt.



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